Antriebswellengelenk

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Radseitige Antriebswellengelenke:

Da es nicht weit verbreitet ist, das es Unterschiede bei den Antriebswellengelenken zwischen 16V und 24V gibt, hab ich hier nur das Wichtigste zusammen gefasst:
16V Innenverzahnung 23 Außenverzahnung 28
24V Innenverzahnung 26 Außenverzahnung 28

Bei beiden Modellen ist es eventuell von Nöten den alten ABS Ring auf das neue Gelenk zu pressen.
(by Blackangel)



Getriebeseitiges Antriebswellengelenk, Beifahrerseite:

  • Tripod-Gleichlaufgelenk
  • dient zum Längenausgleich der Antriebswelle
  • Verschleiß der Laufflächen am äußeren Teil des Gelenkes
  • Kaufmöglichkeit einzelner Teile bzw. des Gelenkes nicht bekannt
  • der äußere Teil kann von der Antriebswelle gepresst und erneuert werden
  • Verzahnung des äußeren Teils beim 16V und 24V gleich


Unterschiede der Antriebswellen

  • unterschiedlicher Befestigungspunkt am Motor bei 16V und 24V
  • unterschiedliche Verzahnung im radseitigen Gelenk bei 16V und 24V
  • gleiche Verzahnung (16V und 24V) auf der Getriebeseite beim Schaltgetriebe
  • unterschiedliche Verzahnung auf der Getriebeseite bei Schaltgetriebe und Automatikgetriebe
  • unterschiedliche Durchmesser des Simmerringsitzes bei Schaltgetriebe und Automatikgetriebe
  • Verzahnung auf der Getriebeseite Schalter: 28
  • Verzahnung auf der Getriebeseite Automatik: 35
  • Durchmesser des Simmerringsitzes Schalter: 30mm
  • Durchmesser des Simmerringsitzes Automatik: 27,5mm




Antriebswellengelenk Getriebeseite, Beifahrerseite

Es wird keinerlei Gewähr für diese Anleitung übernommen und es wird jedem empfohlen, der noch kein Werkstatthandbuch hat, sich vorher eins zu besorgen. Eine Anleitung zum Erneuern der Achsmanschetten und Ausbau der Antriebswellen ist hier zu finden: http://www.probewiki.de/Achsmanschette


Aufbau Tripod-Gelenk


Der notwendige Längenausgleich der Antriebswelle in allen Situationen stellt das getriebeseitige Verschiebegelenk sicher. Dieses Tripod-Gelenk ist eine Bauform des Gleichlaufgelenks. Es besteht aus einem inneren und einen äußeren Teil. Der innere Teil ist dabei in einem gewissen Grad schwenkbar und axial im äußeren Teil des Gelenkes verschiebbar. Auf dem Ende des getriebeseitigen Antriebswellenteilstückes sind drei Nadellager in einem Winkel von 120° zueinander angebracht. Dazu passend besitzt der äußere Teil drei Aussparungen. Die Nadellager des inneren Teils sind flexibel in den Aussparungen des äußeren Teils gelagert. Das Gelenk wird von einer Achsmanschette umschlossen, um es gegen Schmutz zu schützen und um zu verhindern, dass die Fettfüllung fort geschleudert wird.


Sollte dieses getriebeseitige Gelenk der Antriebswelle defekt sein, so muss nicht zwingend die komplette Antriebswelle erneuert werden, denn meist zeigt nur der äußere Teil des Gelenkes Verschleiß.


Scheinbar gibt es die einzelnen Teile des Gelenkes nicht zu kaufen. Somit bleiben neben Austausch der kompletten Welle noch zwei Möglichkeiten Kosten zu sparen:

  • Austausch des äußeren Teils gegen ein Gebrauchtteil
  • Austausch der radseitigen Hälfte der Antriebswelle gegen ein Gebraucht- oder Neuteil


Warum sollten nur Teile der Antriebswelle getauscht werden, wenn auch die komplette Welle getauscht werden kann?

Ganz einfach: Es kann z.B. eine Welle als Teileträger verwendet werden, bei der das radseitige Gelenk defekt, aber das getriebeseitige Gelenk in Ordnung ist.

Ein weiterer Grund kann sein, dass die benötigte Antriebswelle nicht lieferbar ist. Hier können dann z.B. die getriebeseitige Hälfte einer Antriebswelle für Automatikgetriebe mit der radseitigen Hälfte einer Antriebswelle für Schaltgetriebe kombiniert werden. Die Verzahnung im äußeren Teil des Gelenkes ist bei beiden Wellen gleich, was auf der Getriebeseite nicht der Fall ist!


Unterschiede Getriebeseite:

  • Schalter: der Simmerringsitz hat einen Durchmesser von 30mm und die getriebeseitige Verzahnung ist 28
  • Automatik: der Simmerringsitz hat einen Durchmesser von 27,5mm und die getriebeseitige Verzahnung ist 35



Austausch des äußeren Teils des Tripod-Gelenkes


Auf dem folgenden Bild sind eine komplette (16V, Schaltgetriebe) und eine zerlegte halbe Antriebswelle zu sehen.


  1. Gelenk auf der Radseite
  2. Teil der Antriebswelle, verbindet das radseitige Gelenk mit den drei Nadellagern
  3. die drei Nadellager, die im Topf laufen
  4. Topf mit Verschleiß auf den Laufflächen der Nadellager
  5. Teil der Antriebswelle, verbindet den Topf mit dem Getriebe
  6. Verschleiß an einer Lauffläche im Topf


Unterschiede Getriebeseite:

  • Schalter: der Simmerringsitz hat einen Durchmesser von 30mm und die getriebeseitige Verzahnung ist 28
  • Automatik: der Simmerringsitz hat einen Durchmesser von 27,5mm und die getriebeseitige Verzahnung ist 35



Um den getriebeseitigen Teil der Antriebswelle (5) auspressen zu können muss die Gummimanschette vom Topf (4) gelöst werden. Dann kann die Welle bereits auseinander gezogen werden. Nun sollte der Topf (4) innen vom Fett befreit werden. Das Teilstück der Welle das raus muß (5) wird von einem Metalldeckel verdeckt, der bleiben kann wo er ist. Dieser Deckel wird beim Auspressen verbogen und fällt heraus. Nun ist mit entsprechendem Werkzeug ((Hydraulik)Presse, Unterlagen) das Wellenteilstück (5) aus dem Topf (4) zu pressen. Der maximale Durchmesser des Stempels sollte dabei natürlich geringer sein, als der Durchmesser der Verzahnung. Irgendwann gibt es einen Ruck (wegen Sicherungsring)und das Wellenteilstück (5) kann von Hand aus dem Topf (4) gezogen werden. Das Einpressen des getriebeseitigen Teilstücks (5) in das Neuteil benötigt sehr viel weniger Kraft.

Es würde also tatsächlich ausreichen nur den Topf (4) auszutauschen, sofern die Nadellager (3) in einwandfreiem Zustand sind. Dann könnte eigentlich auch die radseitige Hälfte der Antriebselle im Auto verbleiben und müsste gar nicht ausgebaut werden.


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